9. Mai in „Partisan“ und „Oktober“ gefeiert

Aus dem „Berliner Abendblatt“ vom 14. Mai 2003

Marzahn-Hellersdorfer Delegation besuchte die Partnerstadt Minsk

Marzahn-Hellersdorf. Der Bürgermeister Uwe Klett und Petra Wermke (beide PDS), die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, waren jüngst auf Reisen. Ihr Ziel war die bjelorussische Hauptstadt Minsk, ihr Anliegen, in der Partnerstadt den Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus zu feiern.

Allein fuhren die beiden Marzahn-Hellersdorfer Spitzenpolitiker übrigens nicht gen Osten. Eine ganze Delegation führten sie mit sich, und gemeinsam erlebte man Interessantes. Es wurde sich nicht allein mit dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Stadt Minsk, Michail Pawlow, getroffen und die Verwaltung besucht; da kann man immer etwas lernen. Es ging auch in die Minsker Sportschule Nummer 223, um sich kundig zu machen, wie dort mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird und auch um die eine oder andere Marzahn-Hellersdorfer Erfahrung auf diesem Gebiet als Gastgeschenk dazulassen. Und da in Minsk die Bjelorussische Staatliche Universität für Kultur beheimatet ist, nahm man die Gelegenheit war, um auch dort vorbeizuschauen und sich mit Studenten und Professoren zu unterhalten. Eine vergfleichbare Einreichtung hat man im heimischen Bezirk eben nicht. Darüber hinaus wurden Erkundungstouren durch die Minsker Museumslandschaft unternommen.

Übrigens ging es bei der Reise nicht allein darum, den 9. Mai als Tag des Sieges zu begehen, der hierzulande einen Tag eher der Tag der Befreiung ist. Im Mai vor zehn Jahren war es nämlich, als die Partnerschaft mit der bjelorussischen Hauptstadt aus der Taufe gehoben wurde. Das galt es also obendrein zu feiern. Die Partnerschaft erstreckt sich nicht auf ganz Minsk, sondern auf deren Bezirke „Partisan“ und „Oktober“ – die heißen tatsächlich heute noch so und wurden in den 70er Jahren auf Geheiß des Obersten Sowjets der Bjelorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik gebildet. Und da „Partisan“ nicht nur über 100.000 Einwohnern Heimstatt sondern auch einer der größten Industriestandorte der Hauptstadt ist, war eine Betriebsbesichtigung der Marzahn-Hellersdorfer Delegation geradezu obligatorisch. Hier arbeitet beispielsweise der Betrieb „Krinitza“, der mehrfach für ihre hohe Qualität ausgezeichnete Biere braut, aber auch köstliche Getränke liefert, die keinen Alkohol enthalten. Beheimatet sind hier außerdem das größte Dieselmotorenwerk der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und Bjelorusslands bedeutendster Hersteller von Naturstein- und Betonprodukten. lt