Gäste aus Minsk besuchen Marzahn

Aus der „Berliner Zeitung“ vom 25.07.1998

Informationstour durch Jugendeinrichtungen

Das Marzahner Umweltamt erhielt am Freitag Besuch aus Weißrußland. Eine Jugendgruppe aus Marzahns Partnerstadt Minsk war im Bezirk unterwegs. Hier wollten sich die 17- bis 20jährigen Schüler und Studenten über ökologische Probleme sowie über die Methoden der Kinder- und Jugendarbeit in Marzahn informieren. Im Umweltamt sprachen die Studenten mit Öko-Stadtrat Wilfried Nünthel.

Der CDU-Politiker bezeichnete es als „gut, daß solch ein Austausch stattfindet“. Nichts sei wichtiger als das eigene Erleben. Themen des Gesprächs waren neben der aktuellen politischen Situation in Weißrußland auch die Umsetzung der Lokalen Agenda und der UN-Kinderrechtskonvention in Marzahn. So erfuhren die Studenten, daß im Bezirk eine spezielle Arbeitsgruppe Jugend der „Lokalen Agenda 21“ die Verbindung von Umwelt- und Jugendarbeit thematisiert. Eine ähnliche Gruppe gibt es auch in der weißrussischen Hauptstadt. Sie ist seit zwei Jahren in einem Minsker Jugendzentrum beheimatet. Die Verbindung mit Marzahn kam durch das Niedersächsische Jugendumweltnetzwerk Hannover zustande.

Zum Programm der Minsker Jugendlichen in Marzahn gehörte gestern auch ein Besuch des Kinder- und Jugendbüros am Glambecker Ring 80 sowie eine Visite des erst vor wenigen Wochen wiedereröffneten Jugendclubs „Mehrweg“ in der Wittenberger Straße 78. (kg.)