Gedenktafel zur Städtepartnerschaft

Aus „Die Hellersdorfer“ vom Juni 2008

Eine Gedenktafel an der Minsker Straße in Biesdorf erinnert jetzt an die erste Städtepartnerschaft zwischen unserem Bezirk Marzahn- Hellersdorf und den beiden Bezirken Oktober und Partisan der belorussischen Hauptstadt Minsk.
Die Vorsitzende des Städtepartnervereins Petra Wermke und der Botschafter von Belaruss Wladimir Skworzow enthüllten Anfang Mai gemeinsam die Tafel. Auch an den anderen Straßen, die nach Partnerstädten benannt sind, sollen Gedenktafeln angebracht werden. Doch zunächst stand beim diesjährigen Biesdorfer Blütenfest Minsk im Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr war es die polnische Stadt Tychy und beim Blütenfest 2009 wird es dann Budapest sein. Dafür muss sich der Bezirk dann noch etwas einfallen lassen, denn eine Budapester Straße gibt es leider im Bezirk nicht, weil der Straßenname in Berlin bereits belegt ist.

Der belorussische Botschafter Wladimir Skworzow meinte, dass hier ein Beispiel für erlebbare Freundschaft zwischen den beiden Völkern entstanden ist. Die Städtepartnerschaft bezeichnete er als „ein Beispiel auch für andere deutsche Partnerstädte.“ Insgesamt unterhalten 30 Städte im Bundesgebiet freundschaftliche Verbindungen zu Städten in Belaruss. Es sei ein glücklicher Umstand, dass das Treffen zum Jubiläum an einem gemeinsamen Feiertag in Deutschland und in Belaruss stattfand – dem Tag der Arbeit. Der Botschafter freute sich darüber, dass die Städtepartnerschaft nicht nur auf Ebene der Verwaltungen funktioniert, sondern „eine Vielzahl von persönlichen Kontakten zwischen den Bewohnern beider Städte entstanden sind.“ Das sei vor einem Jahr auf dem 6. Partnerschaftstreffen zwischen deutschen und belorussischen Städten in Marzahn-Hellersdorf sehr deutlich geworden. Die Botschaft werde die Kontakte zwischen Einwohnern, Vereinen und kommunalen Einrichtungen auch künftig tatkräftig unterstützen. Vor allem ist der Botschafter Wladimir Skworzow daran interessiert, dass noch mehr wirtschaftliche Kontakte zwischen Unternehmen in beiden Städten entstehen. „Das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft, beide Seiten suchen noch Partner für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit.“

Seit genau 15 Jahren gibt es eine enge Städtepartnerschaft zwischen dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf und zwei Bezirken der belorussischen Hauptstadt Minsk. Im Mai 1993 hatte der damalige Bürgermeister von Marzahn Andreas Röhl (SPD) einen Kooperationsvertrag mit den beiden Bezirken Oktober und Partisan abgeschlossen.

„Wir können auf einen jahrelang sehr guten Austausch vor allem im Jugendbereich zurückblicken“, sagte Petra Wermke. Sie wünscht sich allerdings, dass noch mehr Jugendliche aus dem Bezirk nach Minsk fahren, denn bisher war es immer umgekehrt, „viele Fachkräfte aus den Bereichen Jugend, Kultur und Umweltschutz sind zu uns nach Berlin gekommen.“

Beim Besuch im Gründerzeitmuseum äußerten Künstler den Wunsch, mehr über Charlotte von Mahlsdorf zu erfahren. Dazu gehört auch die Idee, das Theaterstück nach Minsk zu bringen.

Text und Foto: Tm

An der Minsker Straße in Biesdorf erinnert eine Gedenktafel an die 15-jährige Städtepartnerschaft zwischen Marzahn-Hellersdorf und zwei Bezirken der belorussischen Hauptstadt Minsk. Die Vorsitzende des Städtepartnervereins Petra Wermke und der Botschafter von Belaruss Wladimir Skworzow enthüllten gemeinsam die Tafel.