In Marzahn-West rollt der Ball

Aus „Neues Deutschland“ vom 30.06.2008

Sportplatz wurde für 1,2 Millionen Euro saniert
Von Klaus Teßmann

Nun rollt der Fußball wieder auf dem Sportplatz in Marzahn-West. Einen Tag vor dem EM-Endspiel konnte der 1. FC Marzahn 94 den sanierten Platz am Geraer Ring einweihen. Zehn Jahre lang war dieser nicht bespielbar, die Fußballer mussten auf fremden Plätzen trainieren und ihre Wettkämpfe austragen.

Die Mitglieder des Vorstandes Renate und Karsten Müller sowie Katrin Groll nutzten jede Gelegenheit, um auf ihre Probleme hinzuweisen und vom Bezirk die Sanierung das Platzes einzufordern. Vor drei Jahren hatten sie endlich Erfolg – die Sanierung wurde in das Sportstättensanierungsprogramm aufgenommen. Rund 1,2 Millionen Euro aus unterschiedlichen Fördertöpfen wurden zur Verfügung gestellt. Damit gibt es im Nordosten Berlins nun wieder einen modernen Sportplatz für den Wettkampf und den Schulsport.

Sportlicher Höhepunkt am vergangenen Sonnabend war ein Spiel zwischen dem 1. FC Marzahn 94 und einer Mannschaft aus der englischen Partnerstadt Halton. Dabei erwiesen sich die Marzahner als höfliche Gastgeber und überließen nach einem spannenden Match vor einer bemerkenswerten Zuschauerkulisse den Engländern einen knappen Sieg mit 5:4.

Der offizielle Anstoß blieb den Lokalpolitikern überlassen. Bevor Bürgermeisterin Dagmar Pohle (LINKE) den ersten Ball aus der Ecke heraus auf das Feld spielte, würdigte sie das Engagement des Vereins, der in ehrenamtlicher Arbeit viel geschaffen hat. »Die Anlage ist nicht ganz neu«, sagte Dagmar Pohle. Sie wurde vor einem viertel Jahrhundert, in den Marzahner Anfangsjahren, gebaut. Die Sanierung »ist auch eine Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit des Vereins 1. FC Marzahn 94«. Besonders freute sich die Bürgermeisterin darüber, dass Sportler aus der Partnerstadt Halton gekommen sind, »Städtepartnerschaften leben davon, dass sich Menschen begegnen, gemeinsam Sport- oder Kulturveranstaltungen organisieren und dabei ins Gespräch kommen.« Daran knüpfte Philipp Mühlberg von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung an. Er wertete die Sanierung des Marzahner Sportplatzes als einen Dreiklang zwischen Quartiersmanagement, Senat und Bezirk. »Die Investition hat sich gelohnt.« Auch für die Schüler zweier Schulen, die hier Sport treiben können.